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Exklusiv: Die Stadt, in der nichts und alles geht!

Wenn heute jemand in Paris fragt: „Ca va?“ dann ist es wohl lange her, dass es damit so wörtlich gemeint war. Denn, was in Paris dieser Tage alles so „geht“ ist wirklich unglaublich. Und dabei ist es tatsächlich die einzig wirklich mehr oder weniger angenehme Daseinsform, die man hier momentan pflegen kann; die des Fußgängers.

Mir ja eh sehr am Herzen gelegen, ist dies die einzige zuverlässige Möglichkeit der Fortbewegung, in dieser Metropole, die im Verkehr erstickt, weil mal wieder der Untergrund still steht. Tag 7 des Streiks im öffentlichen Verkehr und ein Ende scheint nicht in Sicht.

Einige meiner Freunde und Kollegen, die außerhalb wohnen, waren seit Tagen nicht zuhause, einfach weil sie nicht hinkommen. Und dann wundert es nicht, dass die Stimmen immer lauter werden, die nach einer Automatisierung der Metro verlangen, wie es mit der Linie 14 bereits geschehen ist (daher auch die einzige, die funktioniert...). Hinzu kommen die Aufmärsche und Proteste, die die Straßen zur Rush-hour, wenn eh schon ein Vielfaches an Auto- und sonstigen Mobilen als sonst unterwegs ist, zusätzlich verstopfen und lahm legen.

Heute haben auch schließlich die Ampeln aufgehört ihre Autorität durchzusetzen und so stehen an allen größeren Kreuzungen ein halbes Dutzend Polizisten, die den „Verkehr“ regeln...obwohl sie im Endeffekt nur zwischen stehenden Autos hin und her hopsen.

Auf dem Weg nach hause traf ich einen Freund von mir, der gerade seine Freundin ins Krankenhaus brachte, weil die einen Fahrrad-Unfall gehabt hatte. Und wundern tut es nicht... Zwischen Autos, die teilweise seit Jahren wohl kein Sonnenlicht mehr gesehen haben, Fahrern, die beinah vergessen hatten, wie ein Lenkrad aussieht, wenn man davor sitzt, neuen Motorrollern und frischgebackenen Motorroller-Fahrer und eben jenen vielen hundert Fahrrädern, Skatern etc, muss es zwangsläufig zu Kollisionen kommen... da lob ich mir doch meine neuen Stiefel!!!

Das Schweigen von M. Sarkozy und seiner anscheinenden Auffassung, dass er ja unbeliebter eh nicht mehr werden könnte, verleihen Paris im November 2007 einen fast vorrevolutionären Hauch... Liberté, Égalité, Fraternité sag ich da nur!

20.11.07 18:42





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