Abenteuerliches & Fantastisches
  Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

Webnews



http://myblog.de/lydiamaq

Gratis bloggen bei
myblog.de





Vom Gare du Nord im Regen bis zum Perspektivwechsel am Panthéon.

1. Ankunkft

Es steht fest. Eine neue Stadt macht noch kein besseres Wetter. Als der Nachtzug aus Hannover gemütlich gegen kurz nach neun in Paris einrollt hat der Himmel die Pforten geöffnet ... auch wenn man sich fragt, wenn schon Sintflut, warum dann ausgerechnet Paris???

Weiterhin ist festzuhalten, dass es in Paris keinesfalls zu erwarten ist, am Bahnhof mal eben ein Taxi zu bekommen. Nein, da muss man sich erst in eine laaaaaange Schlange stellen und etwa 40 Minuten warten... hatte ich den Regen erwähnt? ... und die Hälfte der Taxifahrer macht auch erstmal Zwischen-Frühstück-und-Mittag-Pause... wie auch immer...schließlich und endlich komme ich dann doch noch im Hostel an.

2. Der Check-In.

Na da sollte man doch meinen, wenn man im Internet angibt um 12 Uhr anzukommen und man steht um 10 vor 12 an der Rezeption, dass man dann freundlichen lächelnd, nach dem Motto, "danke, dass Sie ihr Geld bei uns lassen", seinen Schlüssel in die Hand bekommt und vielleicht sogar noch beim Tragen der Taschen geholfen wird...na aber aber...nicht doch. "Check In? Ja, die gute Nachricht ist, wir haben Ihre Reservierung bekommen." (Juchuu?) "Aber das Zimmer ist vor 2 nicht fertig!" (Was?) Spaß versteht der Mann jedenfalls auch nicht, aber er nimmt mir dann noch übellauning zumindest den Laptop ab.

Meiner einer trollt also noch ein bisschen durch die faszinierenden Weiten der Rue de la Chapelle... ich meine, eines muss man den Franzosen ja lassen... von Kaffee verstehen sie was. Nur, dass die Socken langsam wirklich eine ungehörig große Menge an Wasser beherbergen verdirbt ein bisschen die Stimmung...

Schließlich pünktlich um 2 Uhr händigt mir ein tatsächlich überaus freundlich lächelnder Mensch an der Rezeption meinen Schlüssel aus... und dann beginnt der auch noch mit small-talk... ich bin fasziniert. Obwohl ich die Taschen dann doch alleine die Treppen hochschleppen muss...

3. Stammtischpolitik auf Französisch.

Wenn man abends die Gegend um Les Halles entlang streunt und alle Cafés und Bars sind mäßig besucht, nur eine ist ganz ganz voll - was macht man da? ... Genau! Es ist wirklich zum Platzen voll, aber der super nette (italienische) Kellner zaubert tatsächlich noch einen Tisch aus irgendeiner Ecke und platziert ihn direkt in den Eingang. Als er das Bier bringt und herrlich strahlend sagt: "dos y quarenta por favor", bin ich sehr verwundert (zumal, wie gesagt, ich weiß sicher, der Mann ist Italiener!). Aber gut...wenn wir schonmal dabei sind, warum nich auch noch ein kurzer Abstecher ins Spanische...

Äußerst bemerkenswert ist jedoch Folgendes: neben uns im Eingang sitzen schon ein paar Leute, unter anderem ein Soziologie-Student und ein arbeitsloser Fotograph (die Mischung fand ich irgenwie toll)... und wir fangen nack kurzem Geplänkel Austausch auch gleich die richtig harten Themen an. Was macht denn der Trottel Sarkozy da? Welches Bild von Sarko hat man in Deutschland? Wie ist das mit der Merkel? Das Bier am Nachbartisch kommt und geht. Aber auch nach dem achten Glas und nachdem sie kaum noch grade laufen, können die immer noch den Ausgang des Referendums zur europäischen Verfassung diskutieren oder die allgemeinen Zukunftsaussichten der Union...ich bin - einmal mehr - fasziniert.

4. Auf den Spuren von Henri IV

Am nächsten Morgen treibt mich schließlich die Neugier ins Quartier Latin um mal zu sehen, was das so für eine Gegend ist, in der ich mich zukünftig rumtreiben werde. So schlendere ich gemütlich die Rue Saint-Jacques entlang (wie mir ein Taxifahrer heute sagte, die zweitlängste Straße von Paris?) und stolpere ich über das Panthéon. Ich schaue mich um und sehe gegenüber auf dem Gebäude in großen Buchstaben: HENRI IV. Yay! Und während alles um mich rum staunt und knippst und sagt: Oh, guck mal, das Panthéon!, erlebe ich eine gewisse Genugtuung mich dieser reinen Touristenperspektive zu entziehen und staune und knippse und sage stattdessen: Oh, guck mal, meine Schule. Gegenüber von Panthéon!!!

Um den Einstieg ins "Nein, ich bin nicht in den Ferien. Ich wohne hier!" komplett zu machen, gibt es in der nächsten Folge den Umzug ins Pariser "Eigenheim".

Bis dahin:


 

 

 

 

 

3.10.07 10:48
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung